- Währung
- Türkische Lira (TL). Niemals auf der Straße Geld wechseln — eine Bank, ein offizielles Wechselbüro mit ausgehängten Kursen oder einen Geldautomaten nutzen. Karten werden weit akzeptiert; kleine Stände sind bar.
- Notruf
- 112 deckt Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst ab. Es gibt außerdem eine eigene Touristenpolizei rund um Sultanahmet, rund um die Uhr geöffnet.
- Zeitzone
- TRT (UTC+3) — zwei Stunden vor Deutschland, keine Sommerzeit.
- Steckdosen
- Typ C/F, 230V — wie der Großteil Europas, kein Adapter für deutsche Stecker nötig.
- Sprache
- Türkisch. Englisch ist in Sultanahmet, Beyoğlu und Kadıköy verbreitet, anderswo dünner. Eine Übersetzungs-App zahlt sich hier aus.
- Unterwegs
- An jedem Flughafen oder jeder Metrostation eine İstanbulkart kaufen — sie funktioniert für Metro, Tram, Bus, Standseilbahn und die Fähren, und ist deutlich günstiger als Einzeltickets. Sie kann zwischen Reisenden geteilt werden. Für die historischen Sehenswürdigkeiten speziell ist die T1-Tram die wichtigste — sie führt direkt durch Sultanahmet und ist der direkteste Weg zwischen den großen Moscheen und Topkapı ohne Metro-Umstieg. Sultanahmet, Beşiktaş und Eminönü liegen an einem klaren Tag nah genug beieinander, um zu Fuß zu gehen. Und die Fähren nicht als rein funktional abtun: die Überfahrt zwischen der europäischen und asiatischen Seite per Boot ist einer der besseren Ausblicke der Stadt, nicht nur eine Möglichkeit, den Verkehr zu umgehen.
- Flughafen-Transfer
- Das ist die wirklich einzige komplizierte Flughafenverbindung in diesem ganzen Guide. Die M11-Metro erreicht Gayrettepe in etwa 35–40 Minuten, aber Sultanahmet braucht einen weiteren Umstieg — entweder M2 bis Vezneciler, dann die T1-Tram, oder Marmaray ab Yenikapı — beide Routen brauchen insgesamt 60–100 Minuten mit zwei bis drei Umstiegen. Der Havaist-Shuttlebus ist praktisch ähnlich schnell wie die Metro-Route, braucht aber keine Umstiege mit Gepäck, weshalb die meisten Besucher, die direkt in die Altstadt wollen, ihn trotz des höheren Preises nehmen. Angesichts der vielen nötigen Umstiege ist ein Taxi hier eine wirklich vernünftige Alternative — mit Taxameter, etwa 20–40 € nach Sultanahmet je nach Verkehr und Tageszeit, vom offiziellen Stand vor der Ankunftshalle. Taxameter-Streit ist bekannt genug, dass es sich lohnt zu bestätigen, dass der Fahrer das Taxameter gestartet hat, bevor es losgeht. Um sich innerhalb der Stadt zu bewegen statt anzukommen, ist ein dolmuş — ein Sammel-Minibus, der eine feste Route fährt und losfährt, wenn er voll ist, statt nach Fahrplan — oft der schnellste Weg für eine Strecke, die die Metro nicht direkt erreicht, und er ist reine Barzahlung statt İstanbulkart.
- Trinkgeld
- Nicht verpflichtend, aber üblich und geschätzt. Etwa 10 % in Restaurants, immer bar und in Lira, auch wenn die Rechnung per Karte bezahlt wird.
- Essenszeiten
- Frühstück ist hier eine lange, ernste Mahlzeit — einen Vormittag einmal darum herum planen. Mittagessen 12:00–15:00 Uhr, Abendessen ab etwa 19:30 Uhr.
- Moscheen
- Schultern und Knie bedeckt; Frauen bedecken das Haar (Tücher werden an der Tür verliehen). Schuhe aus. Für Besucher rund um die fünf täglichen Gebete geschlossen, und freitags mittags länger.
- Toiletten
- Meist kostenpflichtig, ein paar Lira. Verlässlich kostenlos: Einkaufszentren, und jedes Museum mit bereits gezahltem Eintritt. Moscheekomplexe haben Waschräume, aber nicht immer öffentliche Toiletten.
- Zwei Kontinente
- Die Überfahrt zur asiatischen Seite per Fähre dauert etwa 20 Minuten und kostet genauso viel wie eine Busfahrt. Das ist das mit Abstand beste Preis-Leistungs-Erlebnis hier.
- Ramadan
- Die Termine verschieben sich jedes Jahr. Restaurants bleiben für Besucher geöffnet, aber die Besuchszeiten der Moscheen werden deutlich enger, und abends wird es sehr voll. Vor der Buchung prüfen.